Code 0/ Genaker/ Spi

Was ist was und wofür?

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Code

Allgemein
Code-Segel wurden ursprünglich für professionell gesegelte Offshore-Regatten entwickelt, finden nun aber immer mehr Interesse beim anspruchsvollen Touren-Segeln und Langstreckenregatten.
Der Code 0 soll bei tieferen Kursen und leichten Winden die Genua, die ein reines "Am-Wind-Segel" ist ablösen und die Lücke zum Genaker schliessen.
Einsatzbereich
Ein Code 0 ist einem Genaker ähnlich, aber er ist deutlich flacher geschnitten. Er zählt eher zu den Leichtwindsegeln und sein Einsatzbereich liegt ca. zwischen 50° und 90° am Wind. Damit ist er das Bindeglied zwischen Genua und Genaker.
Tuch
Unsere "Crusing"-Code-Segel werden aus einem für diesen Zweck entwickelten, imprägnierten schweren Polyester-Spinnakertuch gebaut, herkömmliche Spinnakertuche bieten in diesem Einsatzbereich nicht genug Dehnungswiederstand.
Unsere "Performance"-Code-Segel bauen wir aus speziellen, extrem leichten Laminaten. Diese basieren auf Polyester-Ripstop-Geweben mit
auf das ein Gelege aus schwarzem Aramid (Kevlar) aufgebracht ist. Eingebettet ist dieses Fasergelege in zwei leichte Mylar-Folien und für einen besseren mechanischen Schutz ist das Laminat zusätzlich einseitig Taft-beschichtet.
Technik
Das Segel hat im Vorliek ein torsionsarmes Stag. Dieses wird mit einem Endlos-Furler kombiniert. Es wird aufgerollt am Mast gesetzt und nach dem Segeln wieder als "Wurst" gestaut. Der Furler verbleibt dabei meist am Segel.

Im Vorliek des Segels verläuft ein torsionsarmes Vorstag Zusätzlich wird ein Furler benötigt. Der Code 0 mit eingearbeitetem "Cable"

Genaker

Sollten Sie sich für Cruising-Genaker oder -Spinnaker interessieren, klicken Sie bitte hier.

Allgemein
Ein Genaker ist wie der Name schon ausdrückt eine Kombination zwischen Genua und Spinnaker. Er ist der Genua insofern näher, da er ein klar definiertes Vorliek und nur ein Schothorn hat.
Er soll bei tiefen Kursen die Genua, die ein "Am-Wind-Segel" ist und den Code 0 ersetzen.
Einsatzbereich
Durch die Verwendung unterschiedlicher Tuchgewichte sind auch Genaker für viel Wind realisierbar, aber auch hier gilt - ein Segel für alles, ist nicht machbar.
Ein Allround-Genaker kann von ca. 90° bis 150° und maximal 18 knoten gefahren werden.
Tuch
Genaker werden aus Spinnakertuchen gebaut, wobei aufgrund der höheren scheinbaren Windgeschwindigkeiten meist das nächst schwerere Tuch zum Einsatz kommt.
Technik
Der Genaker hat ein loses Vorliek und wird für gewöhnlich am Spinnaker-Fall gefahren. Die Schoten laufen durch seitliche Barber-Holer bis nach achtern. Am Hals des Segels sollte eine verstellbare Halsleine gefahren werden.
Je nach Größe des Segels und Crewstärke empfiehlt es sich, den Genaker in einem Bergeschlauch zu fahren.

Asymmetrische und symmetrische Spinnaker

Allgemein
Je nach Design unterscheidet man bei Spinnakern in symmetrische und asymmetrisch.
Sie folgen auf den Genaker und sind die einzigen Segel, die auch bei sehr tiefen Kursen noch angeströmt werden.
Bei der Entscheidung zwischen symmetrisch und asymmetrisch spielen nicht nur Schiffstyp und Windbedingungen eine Rolle, sondern auch das Handling des Geschirrs und das Decks-Layout.
Einsatzbereich
Allround-Spinnaker können zwischen 140° und 180° und bis zu 18 kn gefahren werden.
Durch andere Tuche und speziellere Designs ist jedoch eine wesentlich grössere Bandbreite abdeckbar.
Tuch
Wir verarbeiten ausschließlich Polyurethan-beschichtete Nylon-Tuche von Contender Sailcloth. Sie sind 100% luftundurchlässig und nehmen kein Wasser auf.
Technik
Die symmetrischen Spinnaker werden mit einem Baum nach Luv ausgebaumt und über Schot und Achterholer gefahren. Asymmetrische Spinnaker werden wie ein Genaker angeschlagen und geschotet.
Je nach Größe des Segels und Crewstärke können Spinnaker mit einem Bergeschlauch gefahren werden.